Museum für Islamische Kunst

Ihr wollt etwas über das Museum für Islamische Kunst erfahren? Der Direktor Herr Weber stand Rede und Antwort.

Reporter: Herr Weber, Sie sind Direktor des Museums für Islamische Kunst auf der Berliner Museumsinsel. Es ist das einzige Museum in Deutschland dieser Art. Seit ungefähr 100 Jahren besteht diese umfangreiche Sammlung. Was ist heute anders?

Stefan Weber: Als das Museum 1904 gegründet wurde, war das etwas ganz Neues! Nun sollten zum ersten Mal in einem Museum neben der europäischen Kunst auch spektakuläre Objekte islamischer Kulturen zu sehen sein (…).Damals gab es nur ganz wenige Muslime in Deutschland, und Reisen nach Ägypten oder Tunesien waren für einen normalen Menschen unmöglich. (…). Heute sind Muslime ein Teil Deutschlands.

Reporter: Was ist eigentlich islamische Kunst?

Stefan Weber: Das ist eine gute Frage, denn darunter versteht man vieles. Man kann es sich am besten wie eine große Kiste mit dem Aufkleber „Islamische Kunst“ vorstellen. In diese legen wir dann eigentlich erst einmal alles, was besonders schön, besonders alt, besonders selten ist und vor allem aus muslimischen Ländern stammt. Natürlich bestand die Bevölkerung dieser Länder nie ausschließlich aus Muslimen (…). Das Wort „Kunst“ ist hier erst einmal so zu verstehen: Museumsleute sammeln vor allem, was Qualität hat. Nicht irgendeinen Teppich, sondern die farbenprächtigsten, ältesten und bestgeknüpften der Welt.

Reporter: Was ist nun für junge Besucher an der alten islamischen Kunst interessant?

Stefan Weber: Es gibt so viel zu entdecken, und man will wissen, woher die Dinge kommen und wie alles hergestellt worden ist. Die Meister damals konnten etwas, was ich nicht kann. (…). In unserem Museum kann man sich gut in frühere Zeiten zurückversetzten: Wir besitzen viele alte Gebäudeteile, sodass man sich mit Fantasie vielleicht vorstellen kann, wie die Kalifen, Sultane, Prinzen und Prinzessinnen, aber auch normale Leute lebten.

Reporter: Haben Sie auch ein oder mehrere Lieblingsstücke?

Stefan Weber: Eigentlich liegen mir viele Ausstellungsstücke am Herzen. Es sind aber immer zwei Gegenstände, die mich außerordentlich faszinieren. Zum einen die rotgold schimmernde Keramikscherbe, die vor über 1000 Jahren in Samarra, der Kalifenstadt, hergestellt wurde. Sie glänzt wie Gold, ist aber billiger; eine technische Revolution damals! Die Farbe Rot ist auch ein Stichwort für mein zweites Lieblingsobjekt: das Wohnzimmer eines reichen Kaufmannes aus Aleppo. Auf den Malereien aus diesem Zimmer kann der Besucher viel entdecken. Was, will ich aber hier nicht verraten, denn das kann man besonders gut im Museum selbst erfahren!

(Aus dem Buch: Islamische Kunst für junge Leser. Eine Reise durch die Geschichte von Sabine Böhme und Karen Bartram)

 



Einladung zur Gewinnerpräsentation am 19.11.2015



Die Gewinnerinnen und Gewinner 2015



das Gewinnerprojekt 2013

Graffiti im Museum

das Gewinnerprojekt 2013



das Gewinnerprojekt 2012

NACHTS IM MUSEUM

das Gewinnerprojekt 2012



das Gewinnerprojekt 2011

MIXART

das Gewinnerprojekt 2011



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