WÜNSCH DIR WAS! 2011

2011 fand erstmals der Ideenwettbewerb WÜNSCH DIR WAS! im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin statt. Wir hatten Jugendliche aufgefordert, uns ihre Ideen und Wünsche zur Gestaltung von Museen und der Jugendarbeit mitzuteilen. Es erreichten uns mutige, lustige, überraschende und innovative Ideen. Aus den vielen Einsendungen wurde eine Shortlist mit 19 Ideen ausgewählt. Eine Jury wählte daraus drei herausragende Projekte aus; zu vergeben waren der Realitäts-Preis, der Utopie-Preis und der Publikumspreis, der über Facebook abgestimmt wurde.



Gewinner_innen & Shortlist

Aus vielen kreativen und innovativen Einsendungen wurden 19 Beiträge auf die Shortlist gewählt.

Die Gewinnerinnen und Gewinner
Am 12. Januar 2012 kürte eine Jury die Schülerinnen-Gruppe Michelle Biallowons (16 Jahre), Luca Kokol (16 Jahre), Cleo Schätzle (16 Jahre), Chayenne Schlüter (16 Jahre), Kelly Schlüter (17 Jahre) und Sophia Wohlfarth (18 Jahre) als Gewinnerinnen des Wettbewerbs. Ihre Idee wird mit der Realisierung im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin belohnt und ab Februar 2012 umgesetzt. Die Gruppe mit dem Namen MIXART wünscht sich für Jugendliche einen Raum im Hamburger Bahnhof, in welchem Workshops und Veranstaltungen mit Jugendlichen entwickelt und durchgeführt werden. Bildende Kunst, Musik, Tanz und Theater sollen hier miteinander vereint werden.

Für eine innovative Idee, die jedoch im Rahmen des Wettbewerbs nicht umsetzbar war, erhielten Katharina Wirth (16 Jahre) und Zeynep Eres (17 Jahre) mit der „Roboter-Hand“ den Utopie-Preis. Ihr Wunsch ist ein mechanischer Handschuh, der die Hand des Besuchers die Bewegungen eines Künstlers beim Zeichnen und Entwerfen nachvollziehen lässt. Die Schüler_innen gewannen einen exklusiven Abend mit Freunden in der Ausstellung „Tomás Saraceno. Could Cities“ im Hamburger Bahnhof.
Das Projekt „Raum der Zukunft“ erhielt mit 61 „Gefällt mir“-Klicks die meisten Stimmen und ist somit Gewinner des Publikumspreises. Ihr Wunsch ist ein Raum, der es mittels dreidimensionaler Mediainstallationen und Bewegung ermöglicht, das Publikum in andere Welten zu versetzen. Lukas Nölte (18 Jahre) und Max Worner (17 Jahre) erhalten dafür eine Digitalkamera und wurden eingeladen, beim folgenden Wettbewerb Teil der Jury von WÜNSCH DIR WAS! zu sein.

Die Shortlist 2011 in Bildern:

 

Die Shortlist

Ansprechender Slogan und auffallende Werbung von Alexandra Pawlowski (17 Jahre), Nafiye Sağlam (16 Jahre), Melda Keskin (16 Jahre)

Das Problem, dass heutzutage wenig Jugendliche Ausstellungen besuchen, liegt in meinen Augen unter anderem an einer unpassenden und sehr unauffälligen Werbung, die die Jugendlichen entweder mangelhaft oder gar nicht wahrnehmen. Um Jugendliche anzulocken, bedarf es meiner Meinung nach lediglich einer einfachen aber direkten Werbung, die z.B. auf Plakaten in der U-und S-Bahn ausgestellt, im Fernsehen ausgestrahlt und auf dem heutzutage sehr populären Internetportal namens ,,Facebook” gepostet wird. Jugendliche sind von vornherein sehr schwer anzusprechen und für eine Sache zu begeistern. Ihre Freizeitgestaltung richtet sich hauptsächlich nach der Frage :,,Was habe ich davon?” und aus diesem Grund würde ich generell jedem Museum raten, einen ansprechenden und aufregenden Slogan zu entwerfen, der diese auf die vorhandene Ausstellung aufmerksam macht.

Ausstellungsrundgang mit neuen Perspektiven auf die Kunst vonLaurens Isphording (14 Jahre), Aidan Richter (14 Jahre), Freddie Brown (14 Jahre), Adama Cefalu (14 Jahre)

Anhand eines in den Boden eingelassenen “roten Fadens” wird der Betrachter durch die Ausstellung geleitet. Wie in einem Gesellschaftsspiel könnte es an bestimmten Stellen Weggabelungen und Abzweigungen geben. Außerdem würden wir gerne Matten, Podeste und Balkone in die Räume bauen, von denen aus man neue Perspektiven auf die ausgestellten Werke hat. Weg zur Idee: Oft wissen wir nicht, in welcher Abfolge wir eine Ausstellung durch laufen sollen und verlieren die Orientierung. Schade, dass man die Kunstwerke immer aus der gleichen Perspektive wahrnimmt.

Bilder kommentieren von Alexandra Pawlowski (17 Jahre), Nafiye Sağlam (16 Jahre), Melda Keskin (16 Jahre)

Nicht jeder Besucher eines Museum ist in der Lage, die dort vorhandenen Gemälde alleine zu analysieren, wie es die Kunstliebhaber können. Aus diesem Grund haben wir uns überlegt, den Anwesenden diese Analyse bzw. das Verständnis der Kunstwerke zu erleichtern, indem wir vor jede vorhandene Illustration eine Glaswand aufstellen, die den Besuchern ermöglicht diese, durch an dem Eingang ausgeteilten neonfarbenen Stiften, zu kommentieren. Ab einer bestimmten Uhrzeit geht im Museum das Hauptlicht aus und die vorher montierten Schwarzlichter an.Dadurch werden lediglich die Schriftzüge bzw. die Kommentare an der Glaswand sichtbar. Dies dient nicht nur als Stütze des Verständnisses, sondern auch als Unterhaltungsfaktor für Besucher jeglichen Alters, da jede Meinung, ob positiv oder negativ, angenommen werden muss. Natürlich muss vorher deutlich gemacht werden, dass unpassende (z.B. rassistische) Äußerungen nicht akzeptiert werden und somit mit Konsequenzen gerechnet werden muss.

Chill out Area und Café von Lara Federrath (14 Jahre), Joel Guiness (14 Jahre), Nana Stepanyan (14 Jahre)Beschreibung:

In der großen Halle hinter dem Kassenbereich und vor den Stufen sollte eine Chillout-Lounge sein, in der man sich über die Ausstellungen in Büchern und Katalogen informieren, Skizzen anfertigen und Ideen sammeln und auch eine Kleinigkeit essen kann. Die Gestaltung der Wände des Bereichs sollte immer an die aktuelle Ausstellung in der Halle angepasst sein.Weg zur Idee:
Wir sind oft im Museum zum Erarbeiten von Forschungsaufgaben zu Kunstwerken und Künstlern. Dabei ist uns aufgefallen, dass es oft nur unbequeme Sitzgelegenheiten und von der Ausstellung abgetrennte Cafés gibt. Schade!

Der interaktive Ausstellungsraum von Joshua Heide (14 Jahre), Siri Black (14 Jahre), Pauline Schneider (14 Jahre)

In unserem interaktiven Ausstellungsraum gibt es hilfsbereites und freundliches Museumspersonal, das gerne und fachkundig Auskunft über die ausgestellten Werke gibt. Es gibt gemütliche Sitzgelegenheiten, auf denen es sich der Museumsbesucher gemütlich machen kann, wenn er von Museumspädagogen anhand von großformatigen Kopien der Kunstwerke, die man anfassen darf, anschauliche Erklärungen bekommt. Unter den Ausstellungsstücken finden sich kurze Erklärungstexte zu den einzelnen Werken. Neben den Kunstwerken werden auf Bildschirmen Videos zur Entstehung des Werks und zum Arbeitsprozess des Künstlers gezeigt. In jedem Raum steht eine interaktive Quiz-Ecke mit Computern.
Weg zur Idee:
Ausstellungen sind oft langweilig ohne die entsprechenden Informationen und die Distanz zwischen Betrachter und Kunstwerk ist groß. Viele moderne Werke lassen sich nur über den Arbeitsprozess erfassen.

Ein Monat – viele Ideen von Miriam Loos (17 Jahre)

Eigentlich ist es nur eine ganz simple Idee, die auch nicht wirklich viel Platz verbraucht. Alles was gegeben sein muss sind zwei Wände, die sich gegenüberliegen. Das Ziel ist es, eine dieser beiden Wände jeden Monat neu zu gestalten und zwar mit Bildern (jugendlicher) Hobbyfotografen und ihnen damit die Chance zu geben, auf sich aufmerksam zu machen. Die zweite Wand dient für DAS Bild des vorangegangenen Monats, welches von den Besuchern ausgewählt werden kann und dann in einer größeren Version aufgehangen wird. Die Wände können einfach und schlicht in weiß gehalten sein, um nicht von den Bildern abzulenken, es wäre jedoch schön, sie mit einer Farbe zu umranden und somit gleichzeitig die Fotografien einzurahmen.Weg zur Idee:
Ich fotografiere selbst gern und viel und habe meine Kamera eigentlich überall dabei. Leider besteht für die meisten Leute meines Alters die einzige Möglichkeit Fotos auszustellen nur darin, sie entweder auf diversen Internetseiten zu publizieren oder an Fotowettbewerben (beispielsweise von Museen) teilzunehmen. Deshalb soll es uns und anderen Fotografen, die diese Tätigkeit als Hobby betreiben, vereinfacht werden, unsere Bilder unter die Leute zu bringen.

Gegenseitige Kommunikation von Alexandra Pawlowski (17 Jahre), Nafiye Sağlam (16 Jahre), Melda Keskin (16 Jahre)

Ein Faktor, der einige Besucher und gezielt auch die meisten Jugendlichen abschreckt, ein Museum bzw. eine Ausstellung zu besuchen ist die Tatsache, dass das Museum ein Ort ist, an dem generell nicht viel gesprochen wird.Besonders junge Menschen sind daran interessiert in ihrer Freizeit neue Bekanntschaften zu knüpfen und sich mit ihnen über ihre Gedanken und Meinungen auszutauschen. Aus diesem Grund entwarfen wir das Konzept der gegenseitigen Kommunikation unter den Besuchern. Die Idee ist, eine kostenlose Hotline zu erstellen, über diese dann die Besucher jeglicher Alterklasse die Möglichkeit haben in Form von Sms mit anderen Besuchern zu kommunizieren. Diese Gespräche könnten dann z.B. durch Verwendung eines Beamers an die Museumswände projiziert werden, sodass es für jeden sichtbar wäre.Das Konzept würde sich aus dem Grund bewähren, da heutzutage so gut wie jeder ein Mobiltelefon besitzt, mit dem er auch dementsprechend aktiv in die Diskussion eingreifen kann. Das Ziel der Idee besteht darin, den Anwesenden die Möglichkeit zu verschaffen dauerhaft im Gespräch zu bleiben ohne andere Besucher, die Wert darauf legen im Museum ungestört über ein Gemälde nachdenken zu können, zu stören.

Gemütlichkeit im Museum von Thien Trang Trinh (17 Jahre), Aylin Erkan (16 Jahre), Marina Neumann (16 Jahre)

In einem Ausstellungsraum befinden sich meist die Kunstwerke und eine Holzbank. Mit der Zeit, wenn man sich mit den Bildern auseinandergesetzt hat, sich in die Bilder hineinversetzt hat oder einfach das Bild auf sich wirken gelassen hat, wird es einfach zu anstrengend. Nicht nur für Jugendliche, sondern für jeden Menschen.’Gemütlicher machen’ heißt, eine Couch statt eine Holzbank in die Mitte zu stellen. Stellen sie ein Sofa vor ein Bild, am besten mit Massage Funktion. So kann man sich ausruhen und das Bild bewundern und kennen lernen. Nicht nur vor Bildern, sondern auch in eine kleine Ecke zum ‘chillen’. Eine kleine ‘Relax-Ecke’, zum Ausruhen. Die Ecken sollen mit Sitzkissen ausgestattet werden und interessanten Aspekte, wie Bilder mit einer optischen Täuschung, oder einen Touch-Monitor mit einer Kamera. Hierbei lernt man, wie ideale, richtige Fotos gemacht werden (ein eigenes Bild schießen und per E-mail an sich selber schicken).Es sollte Stände geben, wo man sich was zum Essen und Trinken kaufen kann. Dieser sollte im Gang sein, oder in einer Ecke eines Raumes. Da alle Kunstwerke hinter einer Wand sind und die Sicherheitsbedingungen noch erfüllt sind, kann unwahrscheinlich etwas passieren. Essen und Trinken sollte also erlaubt sein. Es gibt aber eine Regel, welche Art von Essen verboten ist. Ein Döner ist verboten, Chips sind verboten, solche Art von Essen ist verboten. So bleibt es im Museum noch sauber und keiner beschmutzt die Eigentumsgegenstände.

Hamburger Bahnhof Würfel von Ruth Appel (16 Jahre)

Mein Wunsch für junge, attraktive Kunst im Hamburger Bahnhof ist folgender: Ungefähr mannshohe, verschieden große Würfel werden im Museum ausgestellt. Jeder Würfel hat eine Grundfarbe, die auf jeder sichtbaren Seite (die Würfel stehen auf dem Boden, also nur fünf sichtbare Seiten) vorzufinden ist. Auf ein oder zwei Seiten des Würfels soll ein Zitat stehen, unter dem der Name des Zitierten geschrieben steht. Jeder Würfel ist einer Person zugeordnet. Ein Bild dieser Person, von der das Zitat stammt, soll auf einer weiteren Würfelseite zu sehen sein. Das Bild der Person soll z. B. durch ein Raster vereinfacht und auf einer Seite des Würfels sein, deren Farbe der Grundfarbe des Würfels entspricht. Die freibleibenden Flächen können zur Gestaltung offen gelassen werden, um anderen auch die Möglichkeit zu geben dort ihre Kreativität auszuleben. Womöglich könnte man die „gestaltungsoffenen Flächen“ immer für einen bestimmten Zeitraum und für bestimmte Projekte freigeben.Das besondere an meiner Idee ist die Tatsache, dass man das Kunstwerk „begehen“ kann. Jeder kann vor jedem Würfel stehen bleiben, um ihn herum schreiten, noch mal zurücklaufen oder auch einfach vorbeigehen. Einerseits langweilen die Würfel nicht, weil man sich bewegen und sie entdecken kann, andererseits kann man sich aber auch einfach ruhig an eine Stelle stellen oder hinsetzen, wenn man einen Würfel länger betrachten oder länger darüber nachdenken will.Dass über die Würfel nachgedacht wird, ist durch bereichernde Zitate gewährleistet. Sie sind aber so ausgewählt (die Auswahl kann natürlich auch noch verändert werden), dass für jeden etwas dabei ist und nicht nur Geschichts- oder Kunstliebhaber sich daran erfreuen können. Soweit erst einmal der allgemeine Teil zu meinem Projekt. Nun stellt sich natürlich die Frage, warum soll ausgerechnet mein Projekt Jugendliche am meisten ansprechen?Ich denke, dass gerade dieses aktive Erkunden der Würfel eine große Rolle spielt, weil es für Jugendliche meist langweilig wird, wenn sie nicht aktiv genug sein können. Die Würfel laden dazu ein, sie aktiv zu entdecken, bieten aber auch Inhalt für alle, die gern über etwas nachdenken. Dazu kommt, dass die Würfel farblich und auch von den dargestellten Menschen her ansprechend gestaltet sein werden, sodass die Jugendlichen sich sowohl von den bunten Würfeln als auch von den interessanten Darstellungen der Zitierten angezogen fühlen werden. Die Zitatwürfel bieten viel Raum für eigene Gedanken. Was hält man selbst von diesem Zitat? Wie wirkt es auf einen? Die Bilder sind im Gegenteil zu den Zitaten, die immer etwas Abstraktes haben, konkret: Auf ihnen ist eine Person in einem bestimmten Lebensalter dargestellt.
Man kann die Würfel auch als eine Art 3D-Quiz verstehen. Indem man z.B. bei jedem Würfel erst das Bild aufsucht und dann zu erraten versucht, wie die abgebildete Person heißt und was sie gesagt haben könnte.Wichtig zu erwähnen ist weiter, dass die Zitate, auch wenn sie größtenteils schon vor längerer Zeit geäußert wurden, alle einen direkten Bezug zur Gegenwart haben, denn Aussagen zu Krieg oder Lebensinhalt beispielsweise werden nicht alt. Ganz im Gegenteil, meiner Meinung nach kann man gerade aus der Vergangenheit viel für die Gegenwart lernen. Der direkte Bezug zum Hamburger Bahnhof ergibt sich durch Zitate, die von Künstlern wie Joseph Beuys oder Andy Warhol stammen. Sie regen nicht nur während der Besichtigung der Würfel zum Nachdenken an, sondern sollen den Leuten auch beim Betrachten der Bilder helfen können, die Künstler zu verstehen. So dürfte für viele Besucher interessant sein, dass Beuys gesagt hat, jeder sei ein Künstler. Schließlich möchte ich noch bemerken, dass die Anzahl der Würfel vollkommen davon abhängig ist, wie viel Platz in dem Raum ist, ich gehe also nicht davon aus, dass alle aufgestellt werden können. Hier der Link zur Power Point Präsentation http://www.smb.museum/smb/media/news/27717/HamburgerBahnhofWrfel.pdf

Handy-App von Katharina Wirth (16 Jahre), Zeynep Eres (17 Jahre)

Die Idee ist ein Handy-App für Bilder. Das App für Bilder würde dem Besucher ermöglichen Informationen über das Bild per Bluetooth aufs Handy zu laden. Damit kann sich der Besucher die Informationen herunterladen, die ihn auch wirklich interessieren. Somit wäre bestimmt für jeden etwas dabei und zu viel Text an oder unter den Bildern wären nicht mehr nötig. Zusätzlich könnte man das Bild auch auf das Handy laden. Sozusagen mitnehmbare Bilder, die man entweder zu Hause oder gleich vor Ort, dann halt auf Bezahlung, ausdrucken und mitnehmen kann.

Homepage von Katharina Wirth (16 Jahre), Zeynep Eres (17 Jahre)

Um den Hamburger Bahnhof, das Museum für Gegenwart in Berlin, für uns Jugendliche ansprechender und interessanter zu machen, haben wir uns verschiedene Ideen einfallen lassen und diese ausgearbeitet. Unser Ziel ist es, nicht nur Kinder und Erwachsene ins Museum zu locken, sondern auch Jugendliche. Wir wollen es für alle Altersgruppen interessant machen und erreichen, dass das Museum populärer wird denn je. Ebenfalls soll das Wort Museum eine neue Bedeutung erhalten und nicht mehr mit Langeweile und uninteressant assoziiert werden. Denn auch wir hätten viel zu ändern ! Also nun folgen unsere Verbesserungsvorschläge, die hoffentlich auch umgesetzt werden.

MIXART von Cheyenne Schlüter (16 Jahre), Luca Kokol (16 Jahre), Cleo Schätzle (16 Jahre), Sophia Wohlfarth (18 Jahre), Kelly Schlüter (17 Jahre), Michelle Biallowons (16 Jahre)

MIXART JugendKunstTage im Hamburger Bahnhof + Jugendgalerie (fest installierter Ausstellungsraum für Jugendliche) alle drei Monate ein Aktionswochenende mit abschließender Präsentation vor Publikum. Drei Workshopgruppen à 10-15 Personen ergeben sich aus Berliner Schülern und Jugendlichen der Jugendkunstschulen (Musik, Kunst, Tanz, Theater…) -> Werbung machen an Schulen und Jugendkunstschulen. Arbeiten mit Künstlern als Workshopleitern. Arbeiten in Bezug zu den Ausstellungsstücken im Hamburger Bahnhof in der jeweiligen künstlerischen Form (Theater, Tanz, Musik…) und in Respekt vor Museumsbesuchern an Stellen, wo es nicht so stört (Jugendgalerie kann auch als “Übungsraum” genutzt werden). Ergebnisse werden nach Präsentation in Jugendgalerie ausgestellt (z.B. Skulpturen, Audio-Installationen, Videodokumentationen etc.) Finanzierung: Mischfinanzierung aus Beitrage der Teilnehmer, Hamburger Bahnhof, Fördergeldern.Hier gehts zum Video: http://www.youtube.com/watch?v=t8MzIrK0g48Weg zur Idee:
Museen sind oft langweilig. Events könnten es spannender machen, man lernt neue Leute kennen, die sich auch für verschiedene Kunstformen interessieren, man wird auf kreative Art und Weise an zeitgenössische Kunst herangeführt, es kommt neues Publikum in den Hamburger Bahnhof, es ist cool Kunstformen miteinander zu “vermixen”, man kann partizipieren!

Musik im Museum von Thien Trang Trinh (17 Jahre), Aylin Erkan (16 Jahre), Marina Neumann (16 Jahre)

Museum verbindet man mit leise sein und bedrückender Stille. Doch das sollte man ändern. Jeder zweite Jugendliche hört mit seinen Kopfhörern Musik. Einfach umsetzen. Jeder bekommt Kopfhörer mit einem kleinen Gerät, zum schreiben und lesen. Nun kann man sich gegenseitig ‘sms’ schreiben. Neben dem Bild soll es einen Knopf geben, drückt man darauf spielt es eine Musik der Zeitepoche ab. Es soll einen weiteren Knopf geben, der für die Informationen des Künstlers zuständig ist. Dies erscheint dann alles auf einem Monitor neben dem Bild. Neben dem Bild sollen noch die Informationen über sein Leben und seine Kunstwerke stehen, die für Menschen sind, die gerne lesen. So, nun hat man noch die Stille im Museum, aber die Teenager können sich untereinander verständigen. Mobil sein, ist das Stichwort. Desweiteren sind die Handys aus und man kann mit dem kleinen Bildschirm arbeiten. Die Lehrerin bekommt auch eins, um Aufgaben zu verschicken. Das Gerät, was die Form eines Smartphones hat, sollte ein beschränktes Vokabular besitzen. Fäkalwörter, Beschimpfungen und Ähnliches in allen Sprachen sollen verboten sein und nicht eintippbar. Diese Kopfhörer mit einem Gerät sollen nur für Klassen ab der 8. und im Alter ab 14 Jahre sein.  Generell sind Musikbands stark anziehend, deshalb soll einmal im Monat ein Band auftreten. Ein Abendprogramm, so kann man nebenbei Kunst betrachten. Außerdem soll live Klavier gespielt werden, das weckt Klasse in sich. Im normalen Alltag begleitet ein Klavierspieler die Menschen beim Kunst anschauen.
Wie schon erwähnt, soll Musik der entsprechenden Zeitepoche abgespielt werden, doch könnte man genau das Gegenteil machen. Schaltet man bei einem ‘ruhigen Bild’, laute Musik ( z.B. Rock, Pop, Rap – unterschiedliche Musik mit Bildern verbinden, die eigentlich nicht passt) an, könnte man das Bild ganz anders empfinden. Die Musik soll die Denkweise und die Interpretation über ein Bild verändern und dabei eine Hilfe sein. Erst kommen die kleinen Veränderungen, somit gewinnt man die ersten Teenager für sich, dann kommen die großen Veränderung, es spricht sich herum, wie cool ein Museum sein kann und alle Teenager kommen in ein Museum. : )

Raum der Zukunft von Lukas Nölte (18 Jahre), Max Worner (17 Jahre)

Wir wollen einen virtuellen Raum schaffen, an dessen Wände Leinwände angebracht werden. Durch Beamer werden Bilder auf diese Leinwände projiziert. Durch ein bewegbares Laufband und eine 3-D-Brille soll sich die Person in dieser virtuellen “Welt” befinden. Weitere Infos liegen im Video bei. Hier gehts zum Video: http://www.youtube.com/watch?v=Apypbb7-Na0
Weg zur Idee:
Wir sind spontan auf die Idee gekommen, doch haben von unseren Mitschülern wenig Vertrauen für unsere Projektidee bekommen. Doch wir haben diese Idee durchgesetzt und nun sind alle begeistert.

Roboter-Hand von Katharina Wirth (16 Jahre), Zeynep Eres (17 Jahre)

Die Idee ist eine Roboter-Hand, in die man die eigene hinein steckt und die Hand dann mit Hilfe von Impulsen dem Museumsbesucher erlaubt mitzuerleben, wie ein Kunstwerk gezeichnet wurde. Sozusagen führt die Roboter-Hand die menschliche Hand, sprich die Roboter-Hand zeichnet, während sich die Hand des Besuchers in ihr befindet.

Schnitzeljagd von Beyza Ceyhan (15 Jahre), Zeynep Esmer (15 Jahre), Gülsah Kosvali (16 Jahre), Miriam Noatsh (15 Jahre), Fulja Istemi (16 Jahre), Canan Aydin (15 Jahre), Damla Günaydin (16 Jahre), Gülperi Caylak (17 Jahre)

Wir haben sehr viele Ideen. Eine wollen wir kurz erläutern. Wir wünschen uns eine Art Schnitzeljagd im Museum. Man könnte versteckt kleine Täfelchen aufstellen, die den nächsten Weg zum nächsten Täfelchen mithilfe eines Rätsels zum Kunstwerk zeigen. Bei jedem gefundenen Kunstwerk und gelösten Rätsel findet man dann ein Puzzleteil. Hat man alle Rätsel gelöst setzt man die Teile zusammen und erhält ein weiteres Kunstwerk. Am Ende könnte man auch Preise verteilen, z.B. Kugelschreiber oder Bleistifte mit dem Logo des Museums. Auf alle Fälle möchte man als Schüler etwas im Museum tun, nicht einfach nur die Bilder anschauen. Musik wäre auch ganz schön.
Weg zur Idee:
Wir waren in einem Workshop des Museums zum Thema “Wünsch dir Was!” und hatten eigentlich vorher noch kein Kunstmuseum besucht. Es schien uns immer zu langweilig. Aber schon der Workshop mit Julia Rüther hat uns sehr gefallen. Hier haben wir uns spielerisch mit einigen Kunstwerken auseinandergesetzt. Unsere Lehrerin, Frau Engel, war gleich total begeistert. Eigentlich wollten wir eine Videobotschaft einschicken, aber das scheiterte dann an der Technik und dem Termin.

Sprechende Kunstwerke und Achterbahn im Museum von Seher Temel (16 Jahre), Duygu Ulucinar (17 Jahre)

Sprechende Kunstwerke
Hinter den Kunstwerken befinden sich versteckte Lautsprecher und je ein Bewegungsmelder. Sobald jemand an dem Bild vorbeiläuft, beginnt das Bild zu sprechen : ,,Hey , komm näher ! Ich erzähl dir etwas über mich!” Es sind 10 Begrüßungsarten programmiert, damit das Bild die Besucher mit verschiedenen Begrüßungen anspricht. Das Bild erzählt von dem Künstler, dem Werk und interpretiert das Werk zum Schluss.
Achterbahn im Museum
Sobald man in die Räume des Museums eintritt, steht an der linken Seite jeweils eine Treppe, um auf die Achterbahn zu gelangen. Die Schienen der Achterbahn befinden sich vor den Kunstwerken und in verschiedenen Höhen. Man setzt sich max. zu zweit in einen Wagen und die Achterbahn hat 5 Wagen, die hintereinander fahren und vor den Kunstwerken ca. 2 Min stehen bleiben. Es gibt Schienen, die hoch stehen, damit man die Bilder von der Vogelperspektive sehen kann und Schienen die tiefer gestellt sind, damit man sie diesmal von der Froschperspektive betrachten kann. Das Bild kann auch mit der Projektidee „Sprechende und Zugleich zeichnende Monitore“ kombiniert werden, damit das sprechende Bild über das Werk erzählen kann.

Sprechende und Zugleich zeichnende Monitore von Seher Temel (16 Jahre), Duygu Ulucinar (17 Jahre)

Vor jedem Kunstwerk (Bild) steht ein Monitor, dass die Entstehung und die Bedeutung des Bildes, anhand des Zeichnens, erklärt. Zuerst schaltet man den Monitor an und das Bild erscheint. Nun spricht der Monitor und nennt die wichtigsten Fakten des Bildes z.B : ,,Jetzt zeig ich dir das Bild…(Titel) von … (Künstler) und wie er bei der Zeichnung vorgegangen ist und wieso er diese Symbole gezeichnet hat, aber davor erzähl ich dir etwas über den Künstler selbst!” Dann sieht man einen Bleistift auf dem Monitor und der Monitor beginnt, dass Bild in Schritten zu zeichnen und erklärt dabei, warum der Künstler das Symbol an diese Position gesetzt und welche Bedeutung das Bild für ihn hat. Damit man weiß, mit welchem Symbol der Monitor anfangen wird, erscheint davor an der Position des Symbols am Monitor ein Nebellicht und eine „Pause” Taste, um den Vorgang beliebig zu stoppen, falls man es wieder sehen will.

Teenager im Museum von Thien Trang Trinh (17 Jahre), Aylin Erkan (16 Jahre), Marina Neumann (16 Jahre)

Betritt ein Teenager ein Museum, läuten alle Alarmglocken der Wachmänner. Als Jugendlicher fühlt man sich ununterbrochen beobachtet, muss sich leise verhalten, darf nicht rennen und vor allem muss man sich an die strengen Regeln eines Museums halten. Eine grundlegende Veränderung hierbei sollte die Abschaffung der Vorurteile uns gegenüber, den Jugendlichen, sein. Es gilt nicht für alle Teenager, dass sie in ein Museum gehen, um es zu beschmutzen. Doch um sicher zu gehen, dass nichts beschädigt wird, sollten dennoch alle Bilder durch eine Glasscheibe geschützt sein.
Die Sicherheitskräfte sollten freundlicher sein und nicht abschreckend wirken, denn somit schreckt es uns ab, ins Museum zu gehen. Die Führungen für Klassen oder Gruppen sind langweilig und nicht einfallsreich. Es soll informativ aber auch unterhaltsam sein. Nach 20 Minuten schaltet das Gehirn eines Jugendlichen ab und er könnte auf andere, schlimme Gedanken kommen. Die Führung sollte so verlaufen, dass der Schüler selbst etwas machen kann, z.B. ein Kunstwerk von einem bestimmten Künstler nachzeichnen, frei nach dem Motto „Mach’s doch selbst“. Die verschiedenen Maltechniken und Herangehensweisen selber ausprobieren wäre auch eine Herausforderung. Eine andere Idee wäre, wenn es die Aktion „Teenager führen Teenager“ geben würde. Und zwar als Projekt, eine beliebige Klasse, die sich dafür interessiert, bekommt Informationen über das Museum, über die Kunstwerke und Künstler. Sie errichten selbst ein Konzept und jeweils zwei Jugendliche führen eine Klasse (eine kleine Gruppe) auf ihre eigene Weise. Somit erweckt schon allein die Tatsache, dass Gleichaltrige einen führen, das Interesse der Besucher. Spontaneität und Flexibilität sollte ein Museum besitzen. Wozu sind die Anmeldungen für eine Klasse oder Gruppe notwendig? Um alle Sicherheitsmaßnahmen durchzuführen? Dies waren Ideen zur Umsetzung eines Museums ohne Kosten.

Diese Shortlist von 2011 ist auch als Album auf unserer Facebook-Seite.


Jury 2011

Die Preisverleihung von WÜNSCH DIR WAS! fand am 12.1.2012 im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin statt. Die Jury entschied an diesem Tag über die Gewinner_innen.

Die Jury-Mitglieder_innen waren
Nora Eggers / Schülerin
Michael Eissenhauer / Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin
Gabriele Knapstein / Kuratorin, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, Staatliche Museen zu Berlin
Heike Kramer / Direktorin, Abteilung Gesellschaftliches Engagement, Deutscher Sparkassen- und Giroverband
David Ristau / Freies Soziales Jahr Kultur, Verein Das Mosaik
Antje Schiffers / Bildende Künstlerin
Peter Winkels / Kulturvermittler, Geschäftsführer NEXT Interkulturelle Projekte



Der Hamburger Bahnhof

Warum heißt das Museum für zeitgenössische Kunst eigentlich Hamburger Bahnhof? Vor 150 Jahren war das Gebäude tatsächlich ein Bahnhof für die Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Mitte des 19. Jahrhunderts als Kopfbahnhof errichtet wurde er schon bald zu klein und wieder geschlossen. Das Gebäude wurde danach als Museum für Verkehr und Bau genutzt und schließlich 1996 nach etlichen Umbau- und Renovierungsarbeiten als weiteres Ausstellungshaus der Nationalgalerie eröffnet.

© Staatliche Museen zu Berlin/Anne Schuhmann

Als Museum der Gegenwart zeigt es vor allem die Kunst seit den 1960er Jahren bis heute. Hier kannst du beispielsweise Werke der Pop Art oder Minimal Art sehen. Dazu gehören Andy Warhols berühmte Porträts von Stars und einflussreichen Persönlichkeiten. Auch der deutsche Künstler Joseph Beuys hat mit seinen Werken einen dauerhaften Platz im Museum. In seinen Plastiken oder per Film dokumentierten Aktionen hat er immer wieder gesagt, dass jeder Mensch ein Künstler sei.

Mit immer wieder neuen Ausstellungspräsentationen setzt sich der Hamburger Bahnhof ständig mit aktuellen Fragen in der Kunst unserer Zeit auseinander. Dabei ist den Mitarbeiter_innen des Museums besonders wichtig, interdisziplinär zu denken, das heißt Kunstwerke zu zeigen, die Ansätze, Denkweisen und Methoden verschiedener Fachrichtungen vereinen. So kommen beispielsweise Musik, Film, Fotografie, Zeichnung und Malerei zusammen. Auch Aspekte außerhalb der Kunst werden thematisiert: Forschungen in den Naturwissenschaften, politische und gesellschaftliche Themen oder architektonische Fragestellungen.

Komm uns doch einfach mal besuchen! Der Eintritt in den Hamburger Bahnhof ist für alle Jugendlichen bis 18 Jahre frei!

Wenn du noch Schüler_in, aber bereits älter als 18 Jahre alt bist, dann melde dich für deinen freien Eintritt an der Kasse mit dem Stichwort WÜNSCH DIR WAS!

Mehr Infos unter: www.hamburgerbahnhof.de



Team 2011

Tonia Andresen / Freiwilliges soziales Jahr der Kultur, Projektassistenz Workshops
Daniela Bystron / Projektleitung, Besucher-Dienste der Staatlichen Museen zu Berlin
Maximilian Kloiber / Freiwilliges soziales Jahr der Kultur, Projektassistenz Kommunikation
Judith Kirchner / Projektkoordination
Franziska Nienhaus / Freiwilliges soziales Jahr der Kultur, Projektassistenz Organisation und Veranstaltungsmanagement
Larissa Wilke / Beratung und Facebook-Redaktion
Monika Zessnik / Projektleitung, Besucher-Dienste der Staatlichen Museen zu Berlin



Einladung zur Gewinnerpräsentation am 19.11.2015



Die Gewinnerinnen und Gewinner 2015



das Gewinnerprojekt 2013

Graffiti im Museum

das Gewinnerprojekt 2013



das Gewinnerprojekt 2012

NACHTS IM MUSEUM

das Gewinnerprojekt 2012



das Gewinnerprojekt 2011

MIXART

das Gewinnerprojekt 2011



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